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Von der "Kuhalm" über den "Hengst" zum "Hennenkopf"

Tierisches Wandervergnügen

Tierisches Wandervergnügen

Rast an der Kuhalm © Ammergauer Alpen GmbH, Foto: Thomas Bichler

Bei diesen tollen Wetter zieht es mich nach draußen, auf meine "Lieblingswandertour" - einem wirklichen Geheimtipp abseits der bekannten Wanderwege. 

Es gibt viele Wanderwege in den Ammergauer Alpen, die in verschiedenen Broschüren und Karten eingezeichnet sind und auf denen sowohl Gäste als auch Einheimische das ganze Jahr„gut begleitet“ wandern können.

Aber ich kenn mich aus und mach mich auf zu meinem Lieblingsweg, der noch nicht so bekannt ist.

Also starte ich am Pürschlingparkplatz in Unterammergau, wo ich durch die wunderbare, erfrischende Schleifmühlklamm zunächst Richtung Pürschling wandere. Die vielen kleinen Wasserfälle faszinieren mich immer wieder auf's Neue. Doch ich will ja noch weiter heute, also munter weiter drauf los.

Schleifmühlklamm in Unterammergau

Schleifmühlklamm in Unterammergau © Ammergauer Alpen GmbH, Foto: Stephan de Paly

Am Ausgang der Klamm gehe ich auf der Fahrstraße (nicht links zur Steckenberger Brücke abbiegen !) weiter bergauf, bis ich nach dem neu angelegten Speichersee rechts Richtung „Teufelstättkopf“ gehe. Die Forststraße bis zur Kuhalm zieht sich etwas, aber ich weiß ja, was mich gleich erwartet, freu mich schon drauf. An der nicht bewirtschafteten Alm angelangt, marschiere ich links bis zum „Hengst“ und von hier bis zum ersten Graben, wo ich dann rechts, dem, nur mit roten Punkten gekennzeichnet, Bergpfad folge. Überall zwitschern die Vögel, da raschelt es und die Sonnenstrahlen huschen durch den lichten Bergwald. Ich atme tief durch, denn JETZT beginnt der für mich schönste Teil dieser Tour.

Schleifmühle in der Unterammergauer Schleifmühlklamm

Schleifmühle in der Unterammergauer Schleifmühlklamm © Ammergauer Alpen GmbH

Abwechslungsreicher Mischwald, herrliche Almblumen und ein wunderbarer Steig begeistern mich immer wieder -ich weiß schon, warum ich lebe, wo andere Urlaub machen :).

Unvermittelt taucht eine Felswand auf, an der der kleine Weg vorbeiführt. Heute schaue ich mir die von den Einheimischen „Gufllöcher“ genannten Höhlen nicht an, ich kenn sie ja schon, sondern wandere weiter. Jetzt wird's ein wenig schwieriger, jetzt sind Trittsicherheit und Umsicht gefragt. Immer höher geht's hinauf, Latschen lösen an der Baumgrenze Ahorn, Fichte und Tanne ab.

Enzianwiese

Enzian Foto Eberhard-Starosczik © Ammergauer Alpen GmbH, Foto Eberhard Starosczik

Überall blühen Blumen, viele Sorten kenn ich, es sind auch einige seltene oder geschützte Pflanzen dabei. An der Blumenvielfalt kann ich mich gar nicht sattsehen. Unter dem Laubeneck geht es zunächst ziemlich eben weiter. Ich beobachte jetzt genau die Umgebung, denn nicht selten entdecke ich hier auch eine Gams oder ein Haselhuhn.

Nach ca. 45 min. beginnt der „Gipfelanstieg“ zum „Hennenkopf“, ich freu mich schon riesig auf die herrliche Aussicht auf "meine Ammergauer Alpen" und die übrige Bergwelt. Und das Beste ist, dass ich mich jetzt völlig Reimund entspannt fühle, sämtlicher Ballast fällt ab von mir. War schon gut, dass ich mich auf den Weg gemacht habe. 

Zur Person

Anni Hutter

Anni Hutter

Anni Hutter ist seit 01.01.2008 stellvertretende Geschäftsführerin bei der Ammergauer Alpen GmbH. In Bad Kohlgrub aufgewachsen, wandert sie schon von Kindesbeinen an und kennt sich in der Bergwelt  der Ammergauer Alpen recht gut aus. Zu ihren weiteren Hobbys zählen Radfahren und Schwimmen, was sich hier in der Region oft vortrefflich verbinden lässt.

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