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Heinrich Brandmeier, Bad Bayersoien

Innovativer Bäcker mit Faible für die natürliche Produktion

Innovativer Bäcker mit Faible für die natürliche Produktion

Mandelhörnchen veredeln © Mathias Neubauer

Meine Unternehmerphilosophie lautet: „Je natürlicher – desto besser!“ Nach dem Motto: „Aus der Region – für die Region“ beziehe ich das Getreide von einem Unterammergauer Landwirt. Von ihm weiß ich, dass er beim Anbau völlig auf Dünger und Pestizide verzichtet. In der Off-Mühle in Sindelsdorf lasse ich es nach der Ernte reinigen und lagern.

Auch die übrigen Mehlsorten beziehe ich ausschließlich von dort. Da in den letzten Jahren immer mehr Kunden über eine Milcheiweißallergie oder eine Gluten-Unverträglichkeit klagten, habe ich reagiert. Ich kann ihnen mittlerweile Backwaren anbieten, deren Verzehr keine gesundheitlichen Probleme nach sich zieht.

Vollkornmehl

Vollkornmehl © Mathias Neubauer

In den vergangenen Jahren habe ich viele eigene Kreationen entwickelt: Das Ammertaler-Waldstaudenbrot, das Bio-Knäckebrot, das Bio-Dinkel-Knäckebrot und das Bio-Quinoa-Brot: Letzteres wird mit einer bestimmten Hirse gebacken und hat einen sehr hohen Nährwert.  Auch Heini´s Bio-Ur-Ruch-Brot ist noch relativ jung. Es handelt sich dabei um ein Dinkel-Roggen Brot, das auch nach fünf Tagen noch frisch schmeckt. Darin verarbeite ich hauptsächlich Getreide mit höchstmöglichem Maltose- und Vitamingehalt aus der letzten Mahlung.

Gastgeber-Brot

Brotbacken für die Naturgastgeber im Ammertal © Mathias Neubauer

Eine weitere Besonderheit meiner Backwaren ist, dass ein Dinkel- oder auch ein Roggenbrot bei mir zu 100 Prozent aus dieser Getreidesorte besteht. Es ist mir ganz wichtig, dass mein Kunde auch wirklich nur das bekommt, was er haben möchte. Dieses Bestreben ist mit ein Grund dafür, warum ich im August ein Café an der Dorfstraße 42, gleich neben meinem Ladengeschäft eröffne. Seit der Schließung des Kur-Cafés gibt es in Bad Bayersoien kein Café mehr, wo man am Nachmittag ein paar Stunden in gemütlicher Atmosphäre verbringen kann. Diese Angebots-Lücke möchte ich schließen und gleichzeitig die Dorfstraße beleben. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren: Ein neuer Boden wird verlegt, Malerarbeiten vorgenommen und die Einrichtung installiert.

Hausschild

Bäckerei Heinrich Brandmeier © Michaela Feldmann

Doch auch wenn dort endlich Alles für die Eröffnung bereit ist, wird mir garantiert nicht langweilig: Schließlich betreibe ich neben der Hauptstelle in Bad Bayersoien mit angegliederter Backstuben ja auch Filialen in Bad Kohlgrub und Oberammergau. Fünfmal in der Woche schicke ich auch ein Verkaufsmobil los, das zwischen Rottenbuch, Steingaden, Wurmannsau und Grafenaschau verkehrt und abseits gelegene Höfe und Weiler anfährt.

Team Brandmeier

Team Brandmeier © Mathias Neubauer

Im Team verstärken mich eine Bäckermeisterin, eine Konditormeisterin, zwei Bäckergesellen, eine Konditorgesellin und ein Bäckerlehrling.

Hörnchen-Teiglinge

Hörnchen Teiglinge © Mathias Neubauer

Deshalb haben wir neben vielen Brotsorten und Semmel-Variationen auch ein großes Angebot an Teilchen, Kuchen und Torten. Wir beschäftigen außerdem etwa ein Dutzend Verkäuferinnen – die meisten davon in Teilzeitanstellung - sowie drei Ausfahrer. Die Wünsche unserer Kunden können gar nicht so ausgefallen sein, dass wir sie nicht erfüllen. Erst kürzlich haben wir für die Tour-Transalp Radfahrer aus Brezenteig in großer Zahl angefertigt.

Zur Person

Heinrich Brandmeier

Heinrich Brandmeier

Heinrich Brandmeier wurde 1969 in Steingaden geboren und ist in Wildsteig aufgewachsen. Nach der Schule machte er eine Bäckerlehre. 1993 legte er die Meisterprüfung ab und eröffnete ein Jahr später seine erste Bäckerei in Oberammergau. 2002 zog er mit der Hauptstelle nach Bad Bayersoien um. Heinrich Brandmeier ist verheiratet und hat eine Tochter.

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