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Die Kunst als Lebensinhalt

Bilder sagen oft mehr als Worte

Bilder sagen oft mehr als Worte

Arbeitsplatz mit neuestem Kunstwerk © Michaela Feldmann

Vor Kurzem habe ich mein neuestes Gemälde „Blues“ fertig gestellt. Deshalb ist meine Staffelei momentan leer, eine Schaffenspause angesagt.  Für den Farbigen am Klavier habe ich fünf verschiedene Skizzen angefertigt, ehe ich mit der Übertragung auf die Leinwand begann.

Mein längstes Bild „Leben ist Räume durchschreiten“ ist über sechs Meter lang und aus mehreren Einzel-Gemälden zusammengesetzt. Ich habe darin meine Überzeugung dargestellt, dass jeder Mensch in seinem Leben durch verschiedene Räume gehen muss: Räume, in denen es gesellig zugeht; Räume, in denen man wartet; Räume, in denen alles zusammenbricht - aber auch Räume der Genesung. Ich werde dieser Serie noch drei weitere Bilder hinzufügen.

Brot

Das tägliche Brot, Gewinnerbild des Sendener Grafikpreises 2007 © Michaela Feldmann

Ein Höhepunkt meines Schaffens war der Gewinn des Sendener Grafikpreises im Jahr 2007 mit dem Thema „Das tägliche Brot“. Ich wollte unbedingt die beiden Aspekte „täglich“ und „Brot“ einbringen. Schließlich fertigte ich Miniaturschablonen von unterschiedlich großen Brotlaiben an, die täglich etwas kleiner wurden, ehe wieder ein neuer Laib angeschnitten werden musste. Dann teilte ich einen Zeichenkarton in 365 Abschnitte ein, versah jeden mit einem Wochentag und dem dazugehörigen Brotlaib. Für mich war es schon etwas Besonderes, mit dem Werk in die Wertung aufgenommen zu werden. Ich hatte wirklich nicht damit gerechnet, dass mir die Jury den ersten Preis verleiht.

Galerie

Galerie der Bilder von Annemarie Bahr © Michaela Feldmann

Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich bereits als Kind die Schauspieler aus den Zeitschriften abzeichnete. Kreativ war ich immer schon, ich konnte aus allem etwas Schönes machen. Nach der Realschule meldete ich mich deshalb an der Schnitzschule in Oberammergau an, wo ich erste Kontakte mit der großen Welt der Kunst knüpfte: Mein Lehrer Hans Schwaighofer war es, der mir beim lebendigen Zeichnen vieles erst richtig begreifbar machte und mich so entscheidend prägte.

Bildergalerie

Bildergalerie Annemarie Bahr © Michaela Feldmann

Nach dem Abschluss der Schnitzschule als Geselle schulte ich aus gesundheitlichen Gründen zur Erzieherin um. Beruf, Hausumbau und Ehe vereinnahmten mich so sehr, dass keine Zeit blieb für die künstlerische Tätigkeit. Erst 1997, während eines Sommermalkurses in der Vulkaneifel bei dem Künstler Georg Fenkl, hatte ich dann erstmals Kontakt mit Ölfarben und Leinwänden. Ich war erstaunt, was ich damit alles erschaffen konnte. 

Malutensilien

Mal-Utensilien © Michaela Feldmann

Seit 1995 bin ich Mitglied der Kreativen Gruppe und seit 2006 ich auch Mitglied der Künstlervereinigung Murnau e.V „Tusculum“.  Darüber hinaus treffe ich mich mit drei weiteren Montagsmalern schon das sechste Jahr bei mir in meinem Atelier zum Malen. Bis Ende Juni sind Bilder von mir in der Fachklinik Enzensberg in Hopfen am See zu sehen.

Zusammen mit Peter Willhauck organisiere ich auch die Ausstellungen im Bad Bayersoier Kurhaus. Zur Zeit läuft die Vorbereitung für die nächste Vernissage, denn ab 4. Juli sind dort Bilder von Heide Deser zu sehen.

Zur Person

Annemarie Bahr

Annemarie Bahr

Annemarie Bahr wurde 1951 in Bad Bayersoien geboren. Nach ihrer Ausbildung zur Holzbildhauerin an der Schnitzschule Oberammergau schulte sie in Rottenbuch zur Erzieherin um.

In den 1990er Jahren begann die Künstlerin, sich verschiedenen Techniken der Malerei zu widmen. Im November 2005 zog sie wieder in ihren Geburtsort, nachdem sie lange im nahe gelegenen Altenstadt sowie in Hohenfurch gelebt hatte.

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